Landwirt Hubert Loick

Erfinder, Unternehmer oder Landwirt?

Drei Fragen an Hubert Loick:

Was ist das Besondere an der Pflanze Mais?

Hubert Loicks Antwort über die „Wunderpflanze Mais“ anhören

Die Maispflanze ist für mich eine Wunderpflanze: Sie hat mich immer beeindruckt, sie ist sehr ertragssicher, sehr pflegeleicht, braucht ganz wenig Chemie und ich kann daraus sehr viele besondere Sachen machen, kann unsere Ernährung sichern, ich kann meine Kühe und Bullen füttern und ich kann aus Mais Biogas produzieren, das zur Energiegewinnung genutzt wird. Unsere Hauptaugenmerke liegen auf biologisch abbaubarem Verpackungsmaterial FarmFill® und dem Spielmaterial PlayMais® – einem unserer schönsten Produkte, mit dem Kinder sich richtig entfalten, ihre Kreativität fließen lassen können. Wir können aus Mais aber auch Maisstärke herstellen und Biokunststoffe produzieren, wie Messer, Gabeln, Tragetaschen, Folien – fast alles, was es heute schon als Kunststoff gibt, kann man auch aus Mais herstellen.

Sind Sie ein Erfinder, ein Unternehmer oder ein Landwirt?

Jetzt die Antwort von Hubert Loick anhören

Ich bin ein leidenschaftlicher Unternehmer, jedoch vom Herzen her immer Bauer geblieben – Landwirt, weil ich unwahrscheinlich gerne mit der Natur umgegangen bin und von ihr sehr viel gelernt habe. Aus dieser Lehre der Natur bin ich Erfinder geworden. Dazu musst du geboren sein und Mut haben, etwas anzufassen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen heraus musst du die Betriebswirtschaft nutzen, um diese Produkte wirtschaftlich nach draußen zu präsentieren und zu verkaufen. Nur das, was nachhaltig verkäuflich ist, wird etwas mit Erfolg sein.

Wie ist die Idee entstanden, aus Mais besondere Produkte zu entwerfen?

Hören Sie sich Hubert Loicks Antwort an.

Die Idee ist daraus gewachsen, dass ich mir viele Gedanken gemacht habe, was kannst du aus den Früchten, die du auf deinen Feldern anbaust, noch machen, außer der klassischen Veredelung über die Verfütterung an Tiere. Ich habe auf einer Party eine Tüte Erdnussflips in der Hand gehabt und als ich dann gelesen habe, dass die Erdnussflips auf Maisbasis hergestellt werden, kam mir eigentlich die Idee – “Mensch du kannst doch Mais anbauen für die Erdnussflips-Produktion”. Ich habe dann einige Telefonate mit den größten Herstellern geführt, die etwas geschmunzelt haben, die meine Idee zwar toll fanden, aber ich mit meinen Flächen doch viel zu klein war, um diese Millionen von Tüten zu füllen. So lagen die Erdnussflips lange traurig in meinem Büro. Die Erdnussflips werden dann mit der Zeit weich und pappig, schmecken auch nicht mehr so gut. Dann wollte es der Zufall, dass ich eines Tages ein Ersatzteil bekommen habe, ein Maschinenersatzteil, und das war verpackt in klassische Styroporflips. Und die ähnelten sehr der Knabberei auf meinem Schreibtisch – das war für mich die zündende Idee – Mensch, das ist aus Styropor und der Erdnussflip, der ist so weich, vielleicht kannst du damit demnächst was verpacken, also mach ein Füllmaterial daraus, einen Füllstoff. Zu diesem Zeitpunkt ist die ganze Idee und ein unwahrscheinlich langer Weg entstanden, den ich gegangen bin, um ein Erfolgsprodukt auf den Markt zu bringen.

„Mais ist für mich eine Wunderpflanze.“

Zeichnung einer Maispflanze für die Verwertung